Zukunft, Energiewende und Photovoltaik
Solarkonferenz in Wustermark: Unternehmer und Wirtschaftsminister senden Signale
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Haben ihre Ziele fest im Blick: Fred Kehler (B5 Solar), Dr. Dieter Kapell (BVMW), Tobias Nagel (Nagel-Group/ 2. Reihe) und Ralf Christoffers (Wirtschaftsminister/Die Linke). |
Von Egbert Neubauer: Wustermark. Ausdrücklich werden die politischen Entscheidungen der Bundesregierung zur Energiewende in der verabschiedeten Erklärung der ersten Unternehmer-Solarkonferenz, die am Mittwoch in Wustermark stattfand, unterstützt. Die Konferenzteilnehmer rufen dazu auf, „die Energiekonzepte der Länder Brandenburg und Berlin und damit die Energiewende durch aktives Handeln zu begleiten.“
In diesem Kontext sind auch die Ausführungen von Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Die Linke) einzuordnen, „die Kosten für den dringend notwendigen Ausbau der Stromnetze bundesweit umzulegen“.
Bei der Wirtschaftskonferenz in der kommenden Wiche in Bremen will er seinen Vorstoß dahingehend erneuern. Allein die Netzausbaukosten in Brandenburg werden mit zwei Milliarden €uro beziffert, 1,2 Milliarden Euro davon sind für das 11-KV-Netz erforderlich, ergab eine Studie der Brandenburgische Technische Universität Cottbus (BTU) auf die sich Christoffers bezog.
Ein weiterer Impuls wurde durch Dr. Dieter Kapell, Landesgeschäftsführer des Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) auf der Konferenz ausgelöst. An die Adresse von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler appellierte er: „Hände weg vom Einspeisegesetz! Hände weg von der Solarförderung!“. Die Limitierung der Förderung von Photovoltaik-Anlagen unter dem Vorjahresniveau wirke sich kontraproduktiv auf die gewünschte Ablösung fossiler Brennstoffe durch erneuerbare Energien aus, erklärte er weiter.
Rund 200 Teilnehmer verschafften sich an diesem Tag einen aktuellen Überblick zum Thema Solarenergie und Photovoltaik. Eingeladen zu dieser Konferenz hatten die Bürgermeister aus dem gesamten osthavelländischen Raum, darunter Wustermark, die B5 Solar GmbH, der BVMW, die IHK, die ZAB und die Nagel-Group. Entsprechend vielfältig zeigten sich daraus die Vorträge für die Konferenzteilnehmer.
Mit energiepolitischen, steuerrechtlichen, finanztechnischen Inhalten aber auch mit Produktvorstellungen aus der Photovoltaik-Welt wurden die Teilnehmer vertraut. Über die „Energiewende vor Ort“ und die „Priorität der Nachhaltigkeit“ als Geschäftsprinzip referierte Dr. Frederik Giessing von der Alliander Ag. Als zukünftiger Betreiber der Strom- und Gasnetze in den Gemeinden Brieselang, Wustermark und Dallgow-Döberitz regte er an, einen Arbeitskreis „ Osthavelland Smart Region“ zu gründen. Vertreter der beteiligten Gemeinden und der Alliander könnten diese bilden. Der Arbeitskreis sollte in den nächsten Jahren die Energiekonzepte für die Orte entwickeln, erproben und vor allem frühzeitig die Bürger mit einbeziehen.
Resümee: Die erste Unternehmer-Solarkonferenz wurde auf Anhieb ein Impulsgeber im beriech erneuerbare Energien und Photovoltaik im Land Brandenburg und sicher auch darüber hinaus.
(BRAWO: 04.12.2011)



