Auf Sonne umgeschwenkt
Die bedeutendsten Brandenburger Unternehmen der Regenerativbranche vorgestellt
Unter dem Titel „Energielabor Brandenburg - der Klima-wandel als technologische Herausforderung“ erschien in der Märkischen Allgemeinen Zeitung Mitte Juni 2008 eine Sonderbeilage.
Hier wurden die wichtigsten Unternehmen der regenerativen Energiebranche des Landes Brandenburg vorgestellt. Unter der Überschrift „Auf Sonne umgeschwenkt“ wurde auch die Havelland-Wind GmbH und deren wichtigste Ziele für die Zukunft präsentiert.
Havelland-Wind handelt mit Solaranlagen
Von Gerald Dietz
Der Name steht eigentlich für eine andere Art erneuerbare Energie: Die Havelland-Wind GmbH in Wustermark (Havelland) baut aber weder Rotoren noch Generatoren für Windmühlen, sie handelt mit Solar-Modulen. Die Sache mit dem Wind - das war früher, als die Firma vor rund zehn Jahren startete und Projekte für Wind-Farmen in der Region entwickelte. „Wir sind ziemlich schnell umgeschwenkt, als die Flächen für Windkraftanlagen knapp wurden", erinnert sich Firmen-Gründer und Geschäftsführer Fred Kehler.
Das war 2004. Die Wustermarker entdeckten das Geschäft mit dem Sonnenschein. „Wenn man sich die Entwicklung der Solarbranche anschaut, weiß man, dass das die Energie der Zukunft ist", ist Kehler überzeugt. Bislang hatte sich Havelland-Wind darauf konzentriert, hierzulande preisgünstige Ware aus Asien zu verkaufen. Der niedrige Preis der Komponenten, vor allem für Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach, verlockte die Kunden. Vielen Hausbesitzern sei egal gewesen, wo die Anlage gefertigt wurde. Hauptsache sie ist zugelassen, erzählt Kehler.
Bislang lag der Fokus auf der Region, doch jetzt ruft der Weltmarkt
Künftig will die Firma aber mehr auf Ware aus der Region setzen. Inzwischen würde zunehmend
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„Wenn man sich die Entwicklung der Solarbranche anschaut, weiß man, dass das die Energie der Zukunft ist" |
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Fred Kehler Geschäftsführer Havelland-Wind GmbH |
Rund 1000 Dachanlagen hat Havelland-Wind bislang deutschlandweit ausgeliefert und viele davon in der Region Berlin-Brandenburg auch montiert. Seit dem kaufmännischen Neuanfang 2006 - Kehler trennte sich von seinem früheren Geschäftspartner - ging es mit dem Betrieb beständig bergauf. Aus damals noch vier Beschäftigten sind nun mittlerweile knapp 60 geworden. Am Firmensitz wurde kürzlich ein Solar-Beratungszentrum Berlin-Brandenburg eröffnet, dass vor allem Privatkunden mit Rat und Tat zur Seite stehen soll.
Seit Beginn des Jahres ist Havelland-Wind auf Internationalisierungskurs. Erst Norditalien, dann China, Israel, Neuseeland und Kanada - Havelland-Wind hat sich in diesen Ländern präsentiert. Die Reisen dienten dazu, den Aufbau eines internationalen Vertriebs in Angriff zu nehmen. Der Weltmarkt ruft.
Quelle: MAZ, Beilage „Energielabor Brandenburg“ vom 17.06.2008



