Die Sache mit dem blauen Dach
Im Demexpark Elstal wurde ein Solarberatungszentrum eröffnet
Von Anke Fiebranz
Elstal Als Voll-Öko würde er sich nicht bezeichnen. Rico Rückstadt lacht. „Klar, trennen wir den Müll zu Hause“, sagt der 33-Jährige. Und er hat eine Heizung, die mit Wasser, Holzpellets und Sonne
![]() |
|
Weiß alles über Sonnenenergie: Rico Rückstadt |
Gestern gab es dort in der Nauener Straße schon wieder was zu feiern. Der Betrieb hat ein Solarberatungszentrum eröffnet, passend zu „Woche der Sonne“, die die Branche gerade begeht. Und Rico Rückstadt ist einer derjenigen, die Wissbegierigen dort kostenlos auf die Sprünge helfen. „Wir wollen vor allem Privaten Tipps geben. Sie sind das schwächste Glied in der Informationskette“, Rückstadt, der von Beruf Kaufmann ist und seit 2002 in der Solarbranche arbeitet.
Sein Chef, Fred Kehler, spricht von nötiger Aufklärung und vom Nutzen, den nicht nur die Umwelt vom Einsatz der Photovoltaik hat. „Im Havelland“, so schätzt Kehler, „sind inzwischen auf 3,5 Prozent der Häuser Anlagen montiert, in Süddeutschland kommt man auf neun Prozent.“ Auch die Kreisverwaltung überlegt, Dächer mit Modulen bepflastern zu lassen, so die der mechanischen biologischen Abfallanlage in Schwanebeck. „Das könnte unser erstes Solarprojekt werden“, so Landrat Burkhard Schröder, der das Beratungszentrum in Elstal eröffnete.
Er stellte übrigens auch Fragen, die Rico Rückstadt oft von Laien hört. Rechnet sich eine Solaranlage auf meinem Dach? Wie funktioniert sie? Sieht mein Dach dann blau aus?
Rückstadt weiß die Antworten. An die Optik hätten sich viele gewöhnt. Manchmal sagt der Fachmann ehrlich, dass es nicht geht. Etwa, wenn das Dach zu klein und das Ganze dadurch nicht wirtschaftlich ist. „Es sei denn, jemand will Photovoltaik nur der Umwelt zuliebe“.
Quelle: MAZ Havelländer 19. Mai 2008
Info: Das Solarberatungszentrum im Demex-Park Elstal, Nauener Straße 9, ist montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Fachleute vor Ort
Neues Solarberatungszentrum im DEMEX- Park
Wustermark/ OT Elstal (hak) Am 16. Mai eröffnete Landrat Dr. B. Schröder im DEMEX- Park das „SolarberatungZentrum Brandenburg". Der feierliche Akt fand im Beisein des Bürgermeisters der Gemeinde Wustermark, Bernd Drees, und der Mitarbeiter des Beratungszentrums statt. Es ist eines der am besten ausgestatteten Beratungszentren für Photovoltaik in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg.
![]() |
| Geschäftsführer Fred Kehler, Landrat Dr. Schröder und Bürgermeister Bernd Drees (v.l.) durchschneiden das band zur Eröffnung des beratungszentrums. |
Wechselstrom und eine Spannung von 230 Volt umgewandelt. Diese Energie kann entweder direkt genutzt werden, oder in das öffentliche Stromnetz eingespeist und nach dem Erneuerbaren Energiegesetz (EEG) attraktiv vergütet werden.
Solarstromanlagen erleben derzeit einen Boom. Durch das EEG ist der Einsatz solch einer Stromanlage finanziell äußerst attraktiv. On Schrägdach, Flachdach oder Fassade: Für eine Solarstromanlage findet sich praktisch immerein geeigneter Platz. Die Kosten für eine komplette Solaranlage inklusive Montage betragen je nach Auswahl der Solarmodule sowie Art und Größe des Daches zwischen 3800 – 4500 Euro pro Kilowatt installierte Leistung. Interessierte können sich an den Wochentagen von 10 bis 18 Uhr ausführlich zu allen Fragen der Elektroenergiegewinnung aus Sonnenlicht informieren.
Erfahrene Berater beantworten alle auftretenden Fragen. Gezeigt werden verschiedene Wechselrichter, Solarmodule unterschiedlicher Hersteller sowie Zubehörteile für Solarstromanlagen. Mit einer komplexen Softwarelösung können sich Interessierte ihre Anlage auch gleich planen lassen. Zu erreichen ist das „SolarberatungsZentrum Brandenburg" im DEMEX-Park, Nauener Str. 9,14641 Wustermark/OT Elstal, Tel.: 033234 2499-0
Quelle: PreußenSpiegel vom 21.05.2008 ; Foto: Augustiniak




