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1. Solarstammtisch im Havelland

Nur etwa 3,5 Prozent der solartauglichen Dächer im Havelland sind mit einer Solarstromanlage versehen. In Bayern sind das nach statistischen Erhebungen bereits neun Prozent. Damit unsere Region möglichst schnell ähnlich gute Werte erreicht, hat sich jetzt eine neue Initiative im Havelland auf die Fahnen geschrieben.

Neue Initiative im Land Brandenburg
Mit Unterstützung des Landkreises Havelland, Bereich Wirtschaft, und des Wirtschaftsministeriums des Landes Brandenburg hatten dazu der Wustermarker Solargroß- und Fachhändler Havelland-Wind GmbH und das Rathenower Ingenieurbüro IBE Wodtke zum 1. Havelländischen Solarstammtisch eingeladen. Der Einladung waren zahlreiche Entscheidungsträger aus havelländischen Handwerksbetrieben sowie aus Architektur- und Ingenieurbüros gefolgt.

bitte hier klicken - bei der Besichtigung des Beratungszentrums
bitte hier klicken- Gerd Lenkheit und Lothar Bieber
bitte hier klicken - Bernd Drees und Mario Kalaptschiew
bitte hier klicken - Fred Kehler
bitte hier klicken - Gerd Lenkheit
bitte hier klicken - Stammtischteilnehmer
biite hier klicken - Udo Schmidt
bitte hier klicken - Mario Kalaptschiew
bitte hier klicken - Torsten Wede
Das Treffen fand am 21.05.2008 im unlängst von Landrat Dr. Schröder eingeweihten „SolarberatungsZentrum Brandenburg“ im Wustermarker DEMEX Park, unweit des B5 Outlet Centers, statt.
Ziel des Treffens war es, eine erste Bestandsaufnahme zu den Möglichkeiten und den Pro-blemen bei der Nutzung der Solartechnologie im Land Brandenburg, und besonders im Havelland zu erstellen.

Unterstützung von der Politik
Spätestens nach dem kurzen Einführungsvortrag durch Fred Kehler, Geschäftsführer der Havelland-Wind GmbH, war allen Anwesenden klar, dass es lohnenswert ist, sich noch intensiver mit dem schier unendlichen Energieangebot der Sonne zu beschäftigen.
Das unterstrich auch Torsten Wede vom Wirtschaftsamt des Landkreises Havelland: „ Für mich  steht die weltweite Intensivierung der Sonnenenergienutzung außer Frage“.

Mario Kalaptschiew vom brandenburgischen Wirtschaftsministerium erläuterte die vom Land Brandenburg bereits umgesetzten und geplanten Maßnahmen zur Ansiedlung von Solarmanufakturen bzw. deren weiteren Ausbau. Er unterstrich weiterhin die hohe Wirtschaftskraft und die ständig weiter wachsenden Mitarbeiterzahlen in den brandenburgischen Solarunternehmen. Im Hinblick auf die geplante Veränderung des Energie Einspeise Gesetzes (EEG) erläuterte er den Standpunkt des brandenburgische Wirtschaftsministeriums. „ Das Wirtschaftsministerium setzt sich bei der aktuellen Diskussion zum EEG für eine wesentlich geringere Degression, als von der Bundesregierung vorgeschlagen wurde, ein“, so Kalaptschiew.
 
Solarfachleute unter sich
Neben den wirtschafts- politischen Fragen standen aber auch praktische Themen der Sonnenenergienutzung im Fokus. Dabei reichte der Diskussionsrahmen von technischen Lösungsmöglichkeiten bis zur Finanzierbarkeit von Solaranlagen.
 
Architekt Gerd Lenkeit vom IBL aus Rathenow beschäftigt sich seit Jahren mit der Planung von Niedrigenergiehäusern. Jetzt denkt er auch über die Konzeption von Bürgersolarstrom- Anlagen nach. Aktuell beschäftigt er sich mit einem Projekt des Roten Kreuzes in Wolgast.
Das Bauwerk soll sich durch besondere Energieeffizienz auszeichnen. Dabei soll auch die Energie der Sonne intensiv genutzt werden.
 
Zu den wichtigsten Solarproduzenten des Havellandes zählt die SUNZENIT GmbH aus Buschow. Geschäftsführer Lothar Bieber gab einen kurzen Einblick in die aktuellen technischen Entwicklungen aus seinem Unternehmen. SUNZENIT produziert dem Sonnenstand nachgeführte Solarstromanlagen.  Aktuell beschäftigt er sich mit der Fertigung von Solarstrommodule, die auch bei hohen Außentemperaturen bei einer Idealtemperatur von etwa 25°C „gefahren“ werden können.
 
Beim einem zwanglosen Gedankenaustausch wurden verschiedene Vorschläge und Erfahrungen zur  besseren Nutzung der Sonnenenergie ausgetauscht. So betonte Udo Schmidt von der IFG Falkenrede, dass sie bei der Konzeption neuer Wohnhäuser die Dächer der Gebäude schon jetzt optimal nach Süden ausgerichtet planen.
Jan Köneke von der MDP  Wiemken GmbH ergänzte, dass wegen der guten Netzanbindung sich auch die freien Flächen in den Windfarmen sehr gut für die Solarstromgewinnung eignen.

2. Solarstammtisch in Vorbereitung
Wustermarks Bürgermeister Bernd Drees freute sich über die rege Beteiligung des 1. Havelländischen Solarstammtisches und bat die Anwesenden, dem Ersten schon bald einen Zweiten folgen zu lassen. Für die Fortführung plädierte auch Mario Kalaptschiew vom Wirtschaftsministerium. „Nach meiner Kenntnis gibt es keine weitere ähnliche Initiative im Land Brandenburg“, so Kalaptschiew  „Bei der wachsenden  Wichtigkeit des Themas kann man die anderen Regionen des Landes nur ermutigen, den Havelländern nachzueifern“.

 „Mich, als Ingenieur und Energieberater interessiert das Thema Solarstromgewinnung sehr“, so Kersten Taschner vom ISB-Taschner aus Nauen. „Deshalb werd ich auch beim nächsten Stammtisch garantiert wieder mit dabei sein“.
Stand 22.05.2008

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