PrimaKlima im Havelpark Dallgow
vom 13. Juli bis 18. Juli 2009
Aus dem Grußwort des Landkreises Havelland anläßlich der Eröffnung
 |
| Für den erkrankten Landrat des Landkreises Havelland überbrachte Bruno Kämmerling dessen Grußbotschaft zur Eröffnung der PrimaKlima. |
| |
zu den Pressemitteilungen »  |
Erneuerbare Energien gehören weltweit zu den zukunftsträchtigen Wirtschaftszweigen. Nach einer Studie des Bundesumweltministeriums kann der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch von derzeit rund 15 Prozent bis 2020 auf gut 30 Prozent verdoppelt und bis 2030 auf 50 Prozent gesteigert werden.
Ihr Anteil am gesamten Energieverbrauch, d. h. Strom, Wärme und Mobilität kann bis 2020 auf 18 Prozent und bis 2050 auf 50 Prozent erhöht werden. Je nach geographischer Lage wird hierbei auf Sonnen-, Wind- und Wasserkraft, oder auch auf Biomasse und Erdwärme als Energielieferant zurückgegriffen.
Landkreis Havelland bereits Vorreiter bei Alternativenergien
Im Havelland besitzen erneuerbare Energien seit vielen Jahren einen hohen Stellenwert: Schon jetzt gehört der Landkreis zu den Spitzenreitern in Brandenburg bei der Gewinnung klimaverträglichen Stroms.
Beiträge dazu leisten zahlreiche Biogas- und Solarstromanlagen, wobei sich besonders letztere aufgrund einer immer effizienteren Photovoltaiktechnik zunehmender Beliebtheit erfreuen. Auch die vielen Windkraftanlagen im Landkreis tragen bei gutem Wind dazu bei, dass weit mehr Energie in das Netz eingespeist wird als die Region benötigt. Strom gehört somit zu den Exportprodukten des Havellandes.
In den sogenannten ökologischen Branchen wachsen demzufolge auch rasant die Arbeitsplätze. Für das vergangene Jahr prognostizierten die Unternehmen in Deutschland einen Mitarbeiterzuwachs von 19 Prozent in den Kernbranchen Elektro- und Maschinenbauindustrie sowie der Energiewirtschaft.
Weiteres Wachstum nur durch mehr Qualifikation möglich
Im Zuge dieser Entwicklung müssen wir uns künftig noch stärker als bisher den neuen Herausforderungen stellen, um erneuerbare Energiequellen in den verschiedensten Formen für den Verbraucher nutzbar zu machen.
Hierzu benötigen wir vor allem Ingenieure, Techniker und Facharbeiter, die sich auf Versorgungssicherheit, Netzstabilität, Speicherung und Nutzung für die Mobilität sowie die Erhöhung der Energieeffizienz spezialisieren. Themenfelder, die frühzeitig von der Schule aufgegriffen werden sollten, um unseren Schülerinnen und Schülern dieses große Potenzial an Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Landkreis mit konkreten Plänen für das Havelland
Der Landkreis selbst plant derzeit die Errichtung von Solarstromanlagen auf den Dächern kreiseigener Gebäude. Im Rahmen des sogenannten Konjunkturpaketes des Bundes werden drei Schulen auf die technische Umsetzbarkeit von Photovoltaik hin untersucht und wenn möglich in Kürze aufgerüstet.
Als weitere Maßnahme unterstützt der Landkreis die Bildung eines Netzwerkes „Erneuerbare Energien“, um Unternehmen, Erzeuger, Verbraucher, Schüler und Jugendliche, also Interessenten dieses Themenbereiches, zusammenzuführen.
Die im Havelpark stattfindende Messe „Prima Klima“ stellt in diesem Sinne einen ersten Schritt dar, sich umfassend und auf einen Blick zu Photovoltaik- und Solartechnik beraten zu lassen. Jeder sollte die gebotenen Möglichkeiten nutzen mit den Fachleuten ins Gespräch zu kommen, und damit seinen Anteil dazu beitragen, dem drohenden Klimawandel offensiv zu begegnen.
Bruno Kämmerling, Referent des Landrates
 |
| GF Fred Kehler (mi) erläutert Mathias Nathansen, Centerleiter des Havelpark, Barbara Richstein (MdL) und Schauspielerlegende Herbert Köfer die Anschlußtechnologie im Photovoltaik- Modul. |
Quelle: Landkreis Havelland, Foto: wodtke media
 |
 |
für Vergrößerung bitte hier klicken  |
für Vergrößerung bitte hier klicken  |