Nutzung der erneuerbaren Energien nicht mehr aufzuhalten
Presseinterview mit GF Fred Kehler in der BRAWO ... hier zum ausführlichen Interview ![]()
(MP) Das Ende der fossilen Brennstoffe und damit die notwendige Wende unserer Energieversorgung lassen sich nicht mehr aufhalten. Eine Klimakatastrophe lässt sich nur noch durch die drastische Reduzierung des CO2- Ausstoßes verhindern. Doch wie soll das gehen?

Fred Kehler, GF des Wustermarker Solarstromspezialisten B5 Solar, hat mit dem Thema täglich beruflich zu tun. Nachfolgend seine Gedanken zu dem uns alle bewegenden Thema Energie, Umwelt- und Klimaschutz.
Die ökologische Industriegesellschaft ist das Ziel
Redaktion: Herr Kehler, sie beschäftigen sich bereits seit 10 Jahren mit der erfolgreichen Nutzung regenerativer Energien. Welche Chancen sehen sie bei der Nutzung von Sonne, Wind und Co.?
Fred Kehler: In der Anfangsphase habe ich mich überwiegend mit der Windenergieanwendung befasst, jetzt ausschließlich aber nur noch mit Photovoltaik. In dieser Zeit konnten die Menschen beachtliches erreichen. Doch wir sind erst am Anfang des Weges und müssen diesen konsequent weitergehen.
Bereits 2020 sollen 30 Prozent der benötigten Elektroenergie in Deutschland ökologisch gewonnen werden.
Aktuell decken wir etwa 16 Prozent des Elektroenergieaufkommens mit den Alternativen ab. Der Löwenanteil von über 40 Prozent entfällt dabei auf die Windkraft, sowie rund 30 Prozent auf die Biomasse und um die 20 Prozent auf die Wasserkraftnutzung. Die Photovoltaik rundet mit 5 bis 6 Prozent die gute Bilanz der alternativen Energiegewinnung in Deutschland ab.
Redaktion: Am Ergebnis der aktuellen regenerativen Energiegewinnung scheint die Photovoltaik doch noch nicht so stark beteiligt zu sein?
Fred Kehler: Der Anteil der Stromgewinnung aus Sonnenlicht ist in den letzten Jahren in Deutschland stetig gewachsen und wird weiter stark wachsen. Sinkende Anlagenpreise und noch effizienter arbeitende Module werden maßgeblich dazu beitragen. Somit ist die Solarstromerzeugung ein absoluter Zukunftsmarkt..
Keine Sparte der Energiegewinnung hat eine ähnlich gute Akzeptanz in der Bevölkerung wie die Photovoltaik. Weiterhin ist mit über 30.000 Mitarbeitern die Photovoltaikbranche in Deutschland zur Jobmaschine geworden. Dieses und weitere Punkte sprechen für die Photovoltaik.
2009 bisher größter Zuwachs an PV- Anlagen in Deutschland
Redaktion: Aktuell steht die weitere Entwicklung der Photovoltaik in Deutschland besonders im Rampenlicht. Kritiker werfen der Branche staatliche Überförderung vor.
Fred Kehler: Die Bundesregierung schafft mit der gesetzlich geregelten Subvention die erforderlichen Anreize für die Entwicklung eines deutschen Photovoltaik- Marktes. Vor 10 Jahren wurde dieses Gesetz verabschiedet. Seitdem wird es kontinuierlich den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst.
Die vorgesehene Verringerung des aktuellen Vergütungssatzes für eingespeisten Solarstrom befindet sich aktuell in einer heftigen Diskussion.
In diesem Zusammenhang werben auch die Energiekonzerne für eine längere Laufzeit ihrer profitablen Atomkraftwerke.
Redaktion: Können wir uns Angesichts der notwendigen CO2- Reduzierung und dem wachsenden Energiebedarf überhaupt den Ausstieg aus der Atomenergienutzung leisten?
Fred Kehler: Wir können es und wir müssen es, unbedingt. Denken wir nur an die ungeklärte Endlagerfrage und die wahnsinnigen Gefahrenpotentialen die von der Atomkraft nach wie vor für die Menscheit ausgehen.
Weiterhin lassen sich Atomkraftwerke nicht schnell an den tatsächlichen Energiebedarf anpassen. Auch lassen sich Atomkraftwerke nur langsam an den tatsächlichen Energiebedarf anpassen. Damit kann es zur Überproduktion an Strom und Abschaltung von Regenergieanlagen kommen..
Zur Situation am Anfang des neuen Jahrzehnts
Redaktion: Könnte es sein, dass durch die geplante Absenkung der Einspeisevergütung die Solarbranche Schaden nimmt? Denn möglicherweise ist die Errichtung einer neuen Solarstromanlage für Investoren nicht mehr so profitabel wie noch 2009.
Fred Kehler: Nein, die Herstellerindustrie wird dafür sorgen, dass die Rendite „steht“.
Weiterhin hängt das entscheidend davon ab, um wieviel Prozent die Bundesregierung den Satz für die Einspeisevergütung und zu welchem Zeitpunkt senken wird.
Unabhängig davon können sich unsere Kunden aber auch künftig auf faire Preise und auf die ausschließliche Lieferung hochwertiger und zertifizierter Produkte verlassen. Dafür sorgen wir.
Gern können sich Interessierte dazu in unserem SolarberatungsZentrum am Standort in Wustermark informieren und beraten lassen. Oder besuchen Sie uns doch auf unserem Messestand auf der „bautec und SolarEnergy 2010“ unter dem Berliner Funkturm. Sie finden uns in der Zeit vom 16.02.2010 bis 20.02.2010 in der Halle 5.2A am Stand A40. Wir freuen uns auf Sie.
BRAWO vom 14.02.2010, Fotos/ Grafiken: wodtke media


