Persönlichkeiten & Sehenswertes im Havelland
B5 Solar GmbH im landschaftlich reizvollen Havelland, unmittelbar vor den Toren Berlins, befindet sich mit dem Betriebssitz in der guten Gesellschaft von zahlreichen Sehenswürdigkeiten die durch beeindruckende regionale Persönlichkeiten und regionale Ereignisse maßgeblich geprägt wurden und werden.
In den nachfolgenden Beiträgen soll die starke Verbundenheit der Mitarbeiter und Entscheidungsträger der B5 Solar GmbH mit ihrer Heimatregion zum Ausdruck gebracht werden.
Das "Havelportal" - verrät uns, was im Havelland los ist
Der Online-Veranstaltungskalender „ www.havelportal.de “ bietet einen schnellen und umfangreichen Überblick aller Events, Volksfeste, Märkte und kulturellen Veranstaltungen der Havelregion.
Der Förderverein Gemeindeleben e.V. initiiert abwechslungsreiche Veranstaltungen im Kreis Havelland, um die Beziehung zur Gemeinde zu unterstützen. Mitglieder des Vereins haben das ehrenamtliche Projekt „ www.havelportal.de “ ins Leben gerufen mit dem Ziel, die Veranstaltungstipps besser zu strukturieren und durch Internetpräsenz ein breiteres Publikum zu erreichen.
Kontakt:
Olaf Götze
Vereinsvorsitzender
Förderverein Gemeindeleben e.V.
Tel.: 0172 – 880 32 00
weitere Informationen: www.Havelportal.de ![]()
Ribbeck im Havelland
Theodor Fontane schrieb 1889 das überregional sehr bekannte und auch beliebte Gedicht "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland".
Das Gedicht erzählt die Geschichte des bei der Bevölkerung und den Bauern beliebten und 1759 verstorbenen Hans-Georg von Ribbeck. Dieser verschenkte jedes Jahr im Herbst Birnen aus seinem Garten an die Kinder im Dorf .
Die von Ribbecks bewirtschafteten von 1237 bis zu ihrer Enteignung und Vertreibung im Jahre 1944 die Güter Ribbeck und Bagow im Havelland. Hans von Ribbeck, der letzte Ribbecksche Gutsbesitzer, wurde 1945 im KZ Sachsenhausen von den Nationalsozialisten ermordet.
Nach der Wiedervereinigung kehrte die Familie von Ribbeck, an den Ort ihrer Ahnen, in das havelländischen Dorf Ribbeck, zurück.
Heute kann man leider den originalen Birnbaum nicht mehr betrachten, nur noch ein Stumpf vor der Kirche erinnert an den alten Birnenbaum von Ribbeck. Inzwischen wurden aber neue Birnenbäume als Ersatz gepflanzt und werden so weiterhin an die Geschichte vom Ribbecker Birnenbaum erinnern.
Neben den Birnenbäumen kann man auf dem Ribbeckschen Anwesen noch viel Historisches aber auch schon Saniertes entdecken. Schautafeln erläutern die Geschichte des Ortes und geben Einblicke in das Geplante.
Landgut Borsig in Groß Behnitz
Der Kommerzienrat und Lokomotivenfabrikant Albert Borsig aus Berlin kaufte 1866 von Friedrich von Itzenplitz dessen Güter in Groß Behnitz und Klein Behnitz im Havelland. In den Folgejahren wurden die Besitzungen von Borsig umfassend umgestaltet. 1933 übernahm sein Enkel, Dr. Ernst v. Borsig als promovierter Land- und Volkswirtschaftler, die Güter.
Während des 2. Weltkrieges schloss sich Dr. Ernst v. Borsig dem Kreisauer Kreis an, der auch in Groß Behnitz mehrmals zusammen kam.
Nach dem Einmarsch der Roten Armee wurde von Borsig festgenommen, kam in ein Lager bei Landsberg /Warthe und starb dort im September 1945.
Mit Ende des 2. Weltkrieges fanden zahllose Flüchtlinge auf den Gütern eine Anlaufstelle und auch ein neues Zuhause. Die Gebäude der Güter sind in den Folgejahren zum Teil abgebrannt oder wurden umgenutzt. Nach 1990 wurden die Gebäude nicht mehr benötigt und zerfielen zusehends. Etwa im Jahre 2000 erwarb Investor Michael Stober das Areal. In der Zwischenzeit erfolgten umfangreiche Sanierungsmaßnahmen auf dem Gutgeländes und die Umbenennung in das Landgut Borsig .
Neben Ausstellungen für unterschiedliche Ansprüchen werden jetzt auch Konzerte und andere Veranstaltungen in den Räumen des Landgutes angeboten.
Weiterhin wird an der Verbindung von traditioneller und ökologischer Land- und Energiewirtschaft sowie der öffentlichen Vorort-Präsentation und Vermarktung ländlicher Produkte gleichfalls gearbeitet.
Otto Lilienthal, der erste deutsche Flugpionier, wirkte einst im Havelland
Otto Lilienthal wurde 1883 in Anklam geboren und beschäftigte sich frühzeitig mit dem Traum vom Fliegen. Bereits mit 19 Jahren schrieb er sein erstes Buch zu den Grundlagen des Menschenfluges. Weitere Bücher zum Thema folgten in den späteren Jahren.
Auf seinem Versuchsgelände in Berlin erreichte er bei praktischen Flugversuchen bereits Flugweiten von 25m. Diese Flugweiten gelten heute als Beginn des Menschenfluges.
Ab 1893 verlegte er seine Flugübungen in die Rhinower Berge, in den nordwestlichen Teil des heutigen Havellandes. Hier gelangen ihm Flugweiten von bis zu 250m.
Bei einem seiner Flugversuche am 09.08.1896 verunglückte er am nahe des Dorfes Stölln gelegenen Gollenberg schwer. Am nächsten Tage verstarb er an den Folgen des schweren Unfalls in einem Berliner Krankenhaus.
Heute erinnert ein Denkmal an der Absturzstelle am Fuße des Gollenberges an den Flugpionier Otto Lilienthal. In der Gaststätte „Zum ersten Flieger“, in Stölln, in der einst auch Otto Lilienthal sich oft aufhielt, findet man heute zahlreiche Anschauungsstücke zum Thema Fliegen. Weitere Informationen zum Wirken von Otto Lilienthal sind im Rumpf, der 1989 hier unter spektakulären Umständen gelandeten IL 62, zu finden. Diese damals von der Interflug ausgesonderte Passagiermaschine, steht für alle zugänglich, auf dem Gollenberg und beherbergt heute ein Museum für Fluggeschichte und auch ein Standesamt.
J.- H.- A.- Duncker - der Begründer der Optischen Industrie in Deutschland
Am 14. Januar 1767 wurde Johann Heinrich August Duncker als Sohn eines Predigerehepaares in Rathenow im Havelland geboren. Er stieg in die beruflichen Fußstapfen seines Vaters und studierte ebenfalls Theologie in Halle/Saale Neben diesem Studium beschäftigte er sich aber auch mit der Physik im Besonderen mit dem Studium der Optik. In diesem Zusammenhang erlernte er auch das Schleifen von optischen Linsen.
Nach seinem Studium kehrt Duncker wieder nach Rathenow zurück und unterstützte seinen Vater bei der Seelsorge. Schon bald danach, im Jahre 1801 gründete er zum zusätzlichen Gelderwerb in Rathenow eine optische Industrieanstalt im elterlichen Hause. Dabei handelte es sich um den ersten optischen Betrieb in Preußen. Zur effizienten Fertigung von Linsen entwickelte Duncker später seine Vielspindelschleifmaschine. Damit schaffte er die entscheidende Grundlage für die industrielle Fertigung optischer Geräte in Deutschland. Trotz des technischen Erfolges blieb das Leben von Duncker entbehrungsreich und er wurde ständig von finanziellen Sorgen geplagt. Zu dem Zeitpunkt, als seine Bemühungen begannen endlich die ersehnten Früchte zu tragen, erkrankte er sehr schwer an einer tückischen Krankheit. 1843 verstarb der arbeitssame, kluge und gütige Pionier der optischen Industrie vollkommen umnachtet nach 23 Jahren Krankenlager in Rathenow. Sein Lebenswerk wurde erst von seinem Sohn Eduard und dann später von seinem Enkel Emil Busch mit großem Erfolg am Standort Rathenow fortgeführt.
In den zurückliegenden Jahren hat sich die optische Industrie in Rathenow zum wichtigen Wirtschaftssektor entwickelt und zählt heute zum wichtigsten deutschen Standort für die Augenoptik.
Der Entwicklungsweg der optischen Industrie in Rathenow und Umgebung wurde im Rathenower Optik Industriemuseum anschaulich dokumentiert. Hier wird an Hand einer Vielzahl optischer Exponate sowie zahlreicher Dokumentationen der Weg der optischen Industrie von Duncker bis in die Neuzeit gezeigt und nachhaltig belegt.
Aus der Funkstadt Nauen gehen Funksignale in die ganze Welt
Im Jahre 1906 pachtete die Firma Telefunken von der Stadt Nauen, Havelland unweit der damaligen Stadtgrenze, ein Luchgelände und begann dort mit Hochfrequenz- Experimenten. Bereits im 1.Weltkrieg wurde über die Funkstelle Nauen Funkkontakte zu militärischen Einrichtungen und auch zu den deutschen Kolonien in Afrika gehalten. Die anfänglich bescheidenen Gebäude wurden um 1920 von der Firma Telefunken zu einer Großfunkstelle ausgebaut. Der für die damalige Zeit moderne Kurzwellensendebetrieb wurde ab 1924 in Nauen aufgenommen
1932 erwarb die Deutsche Reichspost das gesamte Areal und alle dazugehörenden Außenstellen von der Firma Telefunken.
Während des 2. Weltkrieges diente der Längstwellensender der Station hauptsächlich zur Befehlsübermittlung an getauchte deutsche U-Boote.
Die unbeschädigten Sendeanlagen wurden ab Mai 1945 von der sowjetischen Siegermacht demontiert und die Sendemaste anschließend gesprengt.
Erst 1955 begann man in Nauen wieder mit dem Aufbau des Sendebetriebes. Ab 1958 sendete man von Nauen über Kurzwelle den Auslandsrundfunk der DDR in alle Welt. Damit begann in Nauen die Ära des Rundfunks. So sendete Radio Berlin International sein weltweites Programm bis zum 02.10.1990 aus Nauen. Danach übernahm die Deutsche Telekom AG die Sendeanlagen und die Deutsche Welle sendet darüber noch heute ihr Programm. Nach 1990 wurden die Sendeanlagen modernisiert und zwischen 1995 und 1997 auch die alten Sendemaste durch moderne neue drehbare Antennenanlagen ersetzt. Damit verschwanden auch die fast 170 Meter hohen Sendemasten aus dem Landschaftsbild.
Dank der neuen Antennenanlage ist auch weiterhin jeder Punkt des Erdballs von Nauen aus funktechnisch erreichbar.
Über die Entwicklung des Sendestandortes Nauen berichtet eine Dauerausstellung in den Havelland-Kliniken in Nauen. Weitere Informationen finden Interessierte im Nauener Cafe´ Nickel. Eine Besichtigung des Senders Nauen und Begutachtung der vielen alten Original-Sachzeugen der Vergangenheit ist in jedem Jahr, zum europäischen "Tag des offenen Denkmals" am zweiten Sonntag im September möglich.
Jochen Kowalski, der erfolgreiche Countertenor aus Wachow
Am 30. Januar 1954 wurde Jochen Kowalski in Wachow im Havelland geboren. Seine Kindheit wurde durch das beschauliche Leben auf dem Dorf und die elterliche Fleischerei geprägt. Inspiriert durch die Sangesfreude seiner Mutter im Wachower Kirchenchor begann Kowalski schon frühzeitig mit eigenen musikalischen Experimenten im elterlichen Schlachthaus. Nach dem Abitur und weiteren Zwischenstationen absolvierte er ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin zum Countertenor. Sein weiterer beruflicher Weg führte über Halle/Saale und die Komische Oper Berlin und auch schon Mitte der 80iger nach Hamburg, München, Wien, Amsterdam sowie Paris.
Nach der politischen Wende konnte Jochen Kowalski nahezu nahtlos seine künstlerische Laufbahn weiter erfolgreich fortsetzen. So wurde er unter anderem 1994 zum Berliner Kammersänger ernannt. Anders als die meisten Countertenöre widmet er sich nicht hauptsächlich nur der Alten Musik, sondern interpretiert mindestens ebenso häufig Kunstlieder, Operetten und Salonmusik.
Inzwischen führten ihn mehre Gastspiele nach New York und nach Japan und an viele europäische Konzert- und Opernhäuser.
Trotz der riesigen Erfolge auf den Bühnen der großen der Welt, blieb Jochen Kowalski der sympathische Havelländer von Nebenan, der sich immer noch in seinem Heimatort wohl fühlt und gerne immer wieder seine Familie in Wachow besucht.
Weiterführende Informationen www.jochen-kowalski.de ![]()
Birgit Fischer, die erfolgreichste deutsche Olympionikin aus Brandenburg/ Havel
Die erfolgreichste Kanurennsportlerin der Welt und erfolgreichste deutsche Olympionikin, Birgit Fischer, wurde am 25.02.1962 in Brandenburg/ Havel geboren. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Bollmansruh am Beetzsee, an der Grenze zum Havelland,
Bereits mit jungen Jahren brachte sie ihr Vater zum Kanurennsport. So trainierte sie erst an der KJS Brandenburg und später bis 1990 beim ASK Potsdam.
1980 erkämpfte sie in Moskau ihr erstes Olympia– Gold. Von 1988 bis 2004 errang sie bei jeder Olympiade mindestens eine Goldmedaille. Durch den Beschluß der DDR zum Boykot der Olympischen Spiele 1984 in Los Angeles, wurde Birgit Fischer um sichere Medaillenchancen gebracht. Zu den weiteren großen sportlichen Erfolgen zählen 27 Weltmeister und zwei Europameistertitel. In der Folge wurde sie 2004 zur Sportlerin des Jahres gewählt. Nachdem sie ab Anfang der 90iger Jahre für den WSV Mannheim Sandhoten e.V. startete, ist sie ab 2005 wieder nach Brandenburg zurückgekehrt und startet jetzt für den WSV Stahl Beetzsee.
Neben den umfangreichen sportlichen Erfolgen kann Birgit Fischer ein abgeschlossenes Studium zur Diplomsportlehrerin und ein Fernstudium im Bereich des "Sport- und Touristik Managements" vorweisen.
Seit 2004 betreibt Birgit Fischer in Bollmansruh ihr Unternehmen KanuFisch. In Kursen vermittelt sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen zum aktiven Leben an und auf dem Wasser. Unternehmensinhalt sind auch ein Bootsverleih, Kanuevents und Paddeltouren durch das reizvolle Havelland und die Brandenburger Seenlandschaft.
Weiterführende Informationen www.kanufisch.com ![]()
