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SOLARENERGIE: „Die Sonne schickt keine Rechnung“

Falkensee hat jetzt ein viertes stadteigenes Dach für eine Fotovoltaik-Anlage bereit gestellt

FALKENSEE - Es ist eine neue Art von Fotovoltaik-Anlage: Sie besteht aus Dünnschichtmodulen, die quasi mit der Dachhaut verschweißt werden. Schwere Aufbauten entfallen, dafür brauchen diese Module mehr Platz. Doch den hat die vor einem Jahr fertiggestellte Zweifeldsporthalle der Lessing-Grundschule in Finkenkrug durchaus zu bieten. Auf rund 350 Quadratmetern sind jetzt 20 Kilowatt peak (Spitzenleistung) installiert. Dort wird ab dem neuen Schuljahr Sonnenenergie getankt und zu Strom umgewandelt. 
 
Man kann davon ausgehen, sagt Betreiber Erik Kirschbaum, dass hier 18 000 Kilowatt Strom pro Jahr produziert werden. „Doch das Famose daran: Die Sonne schickt keine Rechnung.“ Der Mann ist amerikanischer Staatsbürger und arbeitet als Korrespondent für Reuters News in Deutschland. Mit seiner Frau und vier Kindern lebt er in Falkensee. Kirschbaum zeigt sich begeistert vom deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz, das aus seiner Sicht „klug, umwelt- und menschenfreundlich“ ist. Darum sei es auch schon von vielen Ländern nachgenutzt worden.

Kirschbaum hat bereits eine Solaranlage auf dem eigenen Dach installieren lassen und betreibt eine weitere auf der Kita in der Glienicker Straße. Dort hat er das Dach von der Stadt Falkensee gepachtet. Jetzt kommt eine zweite Pacht hinzu – für das Dach der Lessing-Turnhalle. Die war schon in der Entwurfsplanung für eine Solaranlage konzipiert worden. Das ist für alle kommunalen Neubauten verabredet – sofern sie sich von ihrer Konstruktion her dafür eignen. „Aber wir betreiben sie nicht selbst“, erklärte Bürgermeister Heiko Müller gestern bei der Präsentation der frisch installierten Anlage in Finkenkrug. „Wir sind keine Energieerzeuger. Jeder soll das machen, was er am besten kann.“

In diesem Falle übernahm die fachliche Betreuung die B 5-Solar GmbH aus Elstal und die Berliner Bank assistierte dem privaten Betreiber mit einem Kredit. Der will noch in weitere Fotovoltaik-Anlagen investieren und rechnet damit, dass er sich späterhin einmal durch die Vergütung (43,01 Cent pro Kilowattstunde) und die Rückerstattung der Investitionskosten durch den Staat die Rente aufbessern kann. Denn der Vertrag hat eine Laufzeit von 20 Jahren und für diese Frist wird auch die Vergütung ohne Abstriche garantiert.

Doch für Kirschbaum wie für die Stadt geht es nicht in erster Linie ums Finanzielle, sondern um eine umweltschonende Energiequelle und um den pädagogischen Effekt. Denn nicht umsonst hat sich Erik Kirschbaum ein Kita- und ein Schuldach in Falkensee ausgesucht: „Die Schüler sollen erleben, wie man Sonnenenergie nutzen und so den CO2-Ausstoß vermeiden kann, wenn es um Energiegewinnung geht. Diese Kinder werden es weitersagen und später vielleicht einmal selbst diese alternative Energie nutzen.“ (Von Hiltrud Müller)
 
MAZ vom 14.08.2009

Kraft der Sonne

Die meisten Schüler in Falkensee machen sich keine Gedanken über den Strom: „Der kommt bei uns aus der Steckdose!“ Das wird bestimmt in der Lessing-Grundschule in Finkenkrug in Zukunft anders sein. Nach der Europa-Schule am Gutspark ist die Lessing Schule nun bereits die zweite, die eine eigene Solaranlage bekommen hat. Mitten in den großen Sommerferien wurde die Anlage installiert und in Betrieb genommen.

Pressetermin vor der neuen Photovoltaikanlage
Pressetermin vor der neuen Photovoltaikanlage der Lessing Schule in Falkensee
Die breiten Wärmesammler der Dünnschichtphotovoltaikanlage haben 20,16 kWp und erzeugen voraussichtlich 20.000 kw Strom im Jahr. Dieser Strom wird ins Netz eingespeist und von der E.ON edis vergütet. So sollen die Kosten in 13 bis 14 Jahren wieder eingespielt sein. Die ganze Anlage hat 80.000 Euro gekostet, besteht aus 70 Modulen und wiegt pro Modul 32 Kilo.

Als Investor ist Erik Kirschbaum aufgetreten, der zu den fünf Interessenten gehörte, die sich für die Finanzierung beworben haben. Umgesetzt wurde das Projekt von der Firma „B5 Solar“. Für Kirschbaum war es wichtig, die Anlage direkt im Umfeld einer Schule zu installieren, um den Kindern so die Vorzüge der Solarenergie direkt zeigen zu können. So gibt es im Schulgebäude eine Überwachungseinheit, über die alle Schüler viele Informationen ablesen können - auch die, wie viel Strom produziert wurde. Die Kinder erfahren hoffentlich auch im Unterricht, dass „ihre“ Anlage dazu beiträgt, 4 bis 5 Haushalte ein ganzes Jahr lang mit Strom zu versorgen. Erik Kirschbaum: „Und die Sonne schickt uns nicht einmal eine Rechnung dafür.“

Bürgermeister Heiko Müller verfolgt bereits seit längerem die Strategie, Solarmodule auf städtische Dächer aufzulegen. Bei der neu gebauten Lessing-Sporthalle war das von Anfang an ein großes Thema.

Quelle: falkensee aktuell vom 30.08.2009 ; Foto: Stadt Falkensee


Die Sonne schickt keine Rechnung - Solaranlage auf dem Dach der neuen Lessing-Sporthalle startet in der nächsten Woche

Kurz vor Abschluss stehen die Arbeiten an der neuen Solaranlage auf dem Dach der Lessing-Sporthalle in der Feuerbachstraße. Investor Erik Kirschbaum hatte zum Pressetermin eingeladen und bot die Möglichkeit, der Turnhalle auf's Dach zu steigen und die Solaranlage von oben zu betrachten.

Besprechung vor der neuen Photovoltaikanlage
Besprechung vor der neuen Photovoltaikanlage auf dem Dach der Sporthalle Lessingschule in Falkensee
In "B5 Solar" fand Kirschbaum eine kompetente Firma, die mit ihrer Dünnschichtphotovoltaikanlage die Nutzungsbedingungen für das Dach umsetzten. Wie Bürgermeister Heiko Müller erklärte verfolgt die Stadt seit längerem die Strategie, Solarmodule auf städtische Dächer aufzulegen. Bei der Lessing-Sporthalle war dies auch von Anfang an Thema. Die Stadt bietet sozusagen die Infrastruktur und privaten Interessenten die Möglichkeiten, diese zu mieten bzw. zu pachten.

Erik Kirschbaum war einer von 5 Interessenten. Er verfolgt ein großes Ziel. Ihm geht es primär darum, den Schülerinnen und Schülern Solarnenergie nahezubringen, dass sie viel darüber lernen und zum Nachdenken angeregt werden. Optisch nachverfolgen können dies die Kinder über eine Überwachungseinheit, an der verschiedene Informationen abgelesen werden, z.B. wieviel Strom gerade produziert wird. Diese wird in den nächsten Tagen installiert. Auch Müller schätzt den Lerneffekt als hoch ein. Mit der über die Solaranlage umgesetzten Sonnenenergie können 4 - 5 Haushalte ein ganzes Jahr versorgt werden. "Die Sonne schickt uns keine Rechnung" meint Erik Kirschbaum. Recht hat er.

Die Anlage selbst hat 20.16 kWp und soll knapp 20.000 kw Strom pro Jahr erzeugen. Der Strom wird ins Netz eingespeist mit einer Vergütung durch E.ON edis von 43.01 cent/kw. Die Erträge werden die Kosten (Kredite + Zinsen) in circa 13 - 14 Jahren amortisieren. Die Anlage kostet 80.000 Euro und ist zu 100 % durch die Berliner Bank finanziert worden. Das jeweilige Gewicht der 70 Dünnschichtmodule liegt bei 32 kg.

Quelle: Pressemitteilung Stadt Falkensee vom 13.08.2009 ; Foto: Stadt Falkensee

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