Rund 50 Jahre praktische Nutzung der Photovoltaik
Europa auf dem Weg in sonnige Zeiten
Die Photovoltaik ist ein relativ junger Wirtschaftszweig. Erste kommerzielle Nutzungen liegen erst etwa 50 Jahre zurück, die erste praktische Elektroenergiegewinnung auf Wohngebäuden sogar erst etwa 30 Jahre. Die immer knapper werden Ressourcen wie Öl, Gas und Kohle und die drohende Klimakatastrophe haben in den letzten 10 Jahren die Entwicklung und Verbreitung der Photovoltaik stark forciert. Aktuelle Forschungsergebnisse und Studien lassen erkennen, dass man bei der Nutzung des Sonnenlichtes zur Stromerzeugung noch lange nicht das Machbare erreicht hat. So darf man noch auf viele interessante Innovationen in dem jungen Wirtschafts- und Wissenszweig gespannt sein.

Anfang Dezember 2008 haben sich das Europäische Parlament und die 27 EU-Mitgliedsstaaten auf die Inhalte der Richtlinie zur Förderung erneuerbarer Energien in Europa bis 2020 geeinigt. Im Ergebnis wurden zum ersten Mal in Europa rechtlich verbindliche Ziele zum Ausbau erneuerbarer Energien für alle Mitgliedstaaten definiert. Danach müssen bis 2020 mindestens 20 % des gesamten EU-Energieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden.
Maßgeblichen Anteil an der Umsetzung der ehrgeizigen Ziele hat die europäische Solarbranche. Diese strebt bis 2020 eine Deckung von rund 10 Prozent des europäischen Strombedarfs aus Solarenergie an. In Deutschland war 2008 ein Rekordjahr für die Photovoltaikbranche. Gemäß BSW wurden in hier Neuanlagen mit einer Gesamtleistung von 1,5 Gigawatt errichtet. Das ist ein respektabeler Zuwachs an Photovoltaikanlagen und lässt auch für 2009 auf weiterhin starke Zuwächse, nicht nur in Deutschland hoffen.


