Druckversion
rbb "Brandenburg aktuell" Beitrag vom 25.04.2010
mehr Informationen zur Kürzung des EEG »

rbb "Brandenburg aktuell" Beitrag vom 11.04.2010

B5 Solar engagiert sich beim Wiederaufbau des 1987 geschlossenen und dann verfallenen Kinos in Jenin (Palästina / Westbank) »


Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat am 14. April 2010 in Ramallah mit dem palästinensischen Innenminister Saed Abu Ali und Wirtschaftsminister Hasa Abu-Libdeh politische Gespräche geführt und den Startschuß für den Bau einer Solarstromanlage für das Cinema Jenin gegeben .
|
| Ministerpräsident Matthias Platzeck im Gespräch mit Kindern bei seinem Aufenthalt in Israel und den palästinensischen Gebieten. |
Am Nachmittag übergab Platzeck für das Projekt „Cinema Jenin“ symbolisch den ersten Baustein eines Solardaches. Der Bau wird von den brandenburgischen Unternehmen B5 Solar by Havelland-Wind GmbH aus Wustermark und der Bosch Solar Energy Group sowie der InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB) unterstützt.
B5 Solar Geschäftsführer Fred Kehler sagte, seine Firma übernehme die Montage des Daches gern, weil dadurch die Botschaft „Solarenergie ist, Zukunft“ auch in die arabische Welt getragen werde. Der Vorstandschef der Bosch Solar Energy AG, Holger von Hebel, erklärte anlässlich der Übergabe: „Die Marke Bosch, und damit auch die Bosch Solar Energy AG, steht für Zukunftsorientierung, nachhaltiges Handeln und gesellschaftliche Verantwortung. Das gilt auch für dieses einzigartige Projekt in den Palästinensischen Gebieten. Deshalb unterstützen wir Cinema Jenin mit unseren Solarmodulen aus Erfurt und Brandenburg.“
Der Vorsitzende des Vorstands der ILB, Klaus-Dieter Licht, sagte: "Bei unserem Engagement für dieses sehr öffentlichkeitswirksame Projekt haben wir als Förderbank des Landes natürlich auch die Exportchancen der Brandenburger Solarindustrie im Blick."
Das einzige Kino der Stadt Jenin im Westjordanland war mit Ausbruch der politischen Unruhen 1987 geschlossen worden. Jetzt wird es mit Spenden aus Deutschland wieder aufgebaut.
Platzeck sagte, mit dem Kino entstehe für die Region ein neues kulturelles Zentrum, das auch einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Zivilgesellschaft leistet. „Meine Erfahrung ist zudem, dass eine positive wirtschaftliche Entwicklung nur bei entsprechenden kulturellen Impulsen und einem internationalen Austausch gelingen kann.“ 14.04.2010
Quelle:Staatskanzlei Foto:Staatskanzlei
Von cinema jenin
JPALESTINE
Jenin- Der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck, hat heute das Projekt „Cinema Jenin" in der Westbank besucht und ist begeistert. „Dieses Kino ist mehr als ein normales Kino. Es bringt den Frieden in dieser Region ein gutes Stück weiter", sagte Platzeck, der sichtlich bewegt war von dem 20-minütigen Film-Trailer. Dieser wurde erstmals in Anwesenheit von rund 100 palästinensischen Gästen und 20 Unternehmern aus Brandenburg in jenem Kinosaal gezeigt, in dem zuletzt vor über 20 Jahren Filme über die Leinwand flimmerten.
Der Trailer zeigt die Entstehungsgeschichte zum Projekt „Cinema Jenin". Der Film selbst wird 2011 weltweit in den Kinos starten. Matthias Platzeck ließ es sich nicht nehmen, sowohl mit dem Gouverneur von Jenin, Qadora Muosa, als auch mit Marcus Vetter, Regisseur und Initiator des „Cinema Jenin", lange persönlich über das Projekt zu sprechen. „Um so etwas auf die Beine zu stellen, braucht es immer ein paar Verrückte", sagte er über das Kino in der Westbank, das als Zeichen des Friedens in der Region wegweisend sein wird.
Begleitet von Unternehmern aus Brandenburg weihte Matthias Platzeck eine Solaranlage (gesponsert von der Bosch Group und der Firma B5 Solar) für das Kinodach ein. Diese wird zukünftig die Stromversorgung des Kinos umweltbewusst und kostensparend garantieren.
Die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) finanzierte den Transport der Solaranlage mit 12.000 Euro. Der Ministerpräsident verkündete abschließend, dass er - genauso wie das Filmstudio Babelsberg in Potsdam - eine Stuhlpatenschaft für einen der neugepolsterten Kinostühle übernehmen wird.
Tariq Switat/Liva Haensel Press officer Palestine/Germany Cinema Jenin, Al-Zaytoona-Street
Jenin/Palestine Phone: 0049/177-329 02 63
Stand: 15. April 2010
Von Ulrich Thiessen
Tel Aviv (MOZ) Es gibt viele Gründe, um nach Israel zu reisen. Wegen geschäftlicher Beziehungen, der Geschichte, für einen Ausflug mit der Schule oder wegen der eigenen Familie. In dieser Woche besuchen zahlreiche Brandenburger den Nahen Osten: neben Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) auch eine Delegation von Schülern aus Ostbrandenburg.......
.... Auch Brandenburgs Wirtschaft war lange Zeit in der Region wenig präsent. Der Nachholbedarf zeigt sich an der Größe der Delegation. 35 Unternehmer begleiten Platzeck und Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke). Sie wollen Kontakte knüpfen. Aus der Staatskanzlei heißt es, dass es die größte Truppe sei, die je nach Israel geflogen ist.
Die Reise mit der Landesregierung sei für die Unternehmer ein willkommener Türöffner.....
...... Platzeck ist Zweiter Vorsitzender der Jerusalem Foundation, die soziale Projekte unterstützt. Für sie hatte er die Schirmherrschaft für ein Benefiz-Essen in den Neuen Kammern von Sanssouci mit dem Sänger Max Raabe übernommen. Die dabei gesammelten 70 500 Euro wurden in dieser Woche einem Frauenhaus in Jerusalem übergeben, in das Mütter mit Kindern flüchten können - israelische und palästinensische Frauen.
Die Jerusalem Foundation unterstützt auch eine Schule im Stadtkibbutz Resheet. Dort ist man auf die Integration von 80 äthiopischen Kindern aus Zuwandererfamilien stolz. Kinder arabischer Herkunft gibt es dort nicht, lautet die kurze Antwort. "Israelische Gesprächspartner verstehen nicht immer, dass ich auch Palästinenser besuche", erklärt Platzeck den Unternehmern. Aber er tue es trotzdem.
Mit dem palästinensischen Innenminister wurde ein Memorandum zur Kooperation der Polizei unterzeichnet. Ein umständlich formuliertes Papier, dass man regelmäßig darüber reden will, ob Kooperation möglich ist. Ein erstes Ergebnis gibt es dennoch: Bereits jetzt hilft Brandenburg den Palästinensern beim Aufbau ihrer Polizei. Demnächst erwartet die Fachhochschule in Oranienburg (Oberhavel) Polizisten zur Weiterbildung.
In Dschenin, einer Stadt im besetzten Westjordanland, übergab ein Unternehmer aus Brandenburg zudem Solarmodule an ein Kino. Das Lichtspielhaus soll nach 30 Jahren wieder eröffnet werden. Ein emotionales Ereignis weit hinter den meterhohen Mauern und den nervenaufreibenden Kontrollen, die das Westjordanland abriegeln. Finanziert wird das Projekt mit 10 000 Euro von der Förderbank des Landes Brandenburg.
Fazit der Reisen: ....... Ein Pharma- unternehmen will in der Lausitz bis zu 50 Arbeitsplätze schaffen, und ein Unternehmer der Solarbranche will seine Europazentrale mit Blick auf den Babelsberger Griebnitzsee errichten.
....... und Ministerpräsident Matthias Platzeck? Er wird wieder kommen und mit ihm noch mehr Menschen aus Brandenburg......
Quelle: MOZ vom 15. April 2010
Potsdam - Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) ist gestern zu einer Reise nach Israel und in die Palästinensergebiete aufgebrochen. Er wird von Wirtschaftsminister Ralf Christopers (Linke), mehr als 30 brandenburgische Unternehmensvertretern sowie einer brandenburgisch-polnischen Schülerdelegation begleitet. Zum Auftakt des Israel-Aufenthalts war im Kibbuz Tel Itzchak die Teilnahme an einer Feier zum Holocaust-Gedenktag geplant. Bei den Feiern wird in jedem Jahr an die sechs Millionen jüdischen Opfern des Holocaust erinnert.
Die 17 Abiturienten und Auszubildenden aus Frankfurt (Oder), Eisenhüttenstadt und Slubice sind im Rahmen des Austauschsprogramms "Building Bridges" in Israel. Ziel des Programms ist es, deutsche, polnische, israelische und palästinesische Jugendlische zusammenzubringen. In diesem Jahr werden die Jungen und Mädchen, darunter auch Schüler aus Katzir in Israel, unter dem Motto "Mein Nachbar mit meinen Augen" Fotos von Erlebnissen im jeweils anderen Land machen und dann eine Ausstellung konzipieren, die in Frankfurt und Katzir gezeigt wird. Die Reise der Schüler wird mit 2500 Euro aus Lottomitteln unterstützt.
Heute wird Platzeck Projekte der Jerusalem Foundation besuchen. Platzeck ist Zweiter Vorsitzender der deutschen Sektion der Stiftung, die sich für die Völkerverständigung einsetzt.
Quelle: Märkische Allgemeine; 12. April 2010