DruckversionDie Bundesbürger haben die Solarenergie für sich entdeckt. Auf deutschen Dächern gibt es mittlerweile rund 300.000 Solarstromanlagen. Solarstrom schont nicht nur die Umwelt, sondern das eigene Sparschwein wird gefüllt.
Die Sonne schickt täglich 10.000 Mal mehr Energie zur Erde, als alle Menschen weltweit an diesem Tag verbrauchen.
Photovoltaik ist die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom mit Hilfe von Solarzellen. Diese bestehen aus dünnen Siliziumscheiben.
Strahlt die Sonne auf eine solche Zelle, baut sich zwischen Ober- und Unterseite eine Gleichspannung auf. Der erzeugte Gleichstrom wird über einen Wechselrichter geführt und in Wechselstrom mit einer Spannung von 230 Volt umgewandelt.
Diese Energie kann entweder direkt genutzt werden, oder in das öffentliche Stromnetz eingespeist und nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) attraktiv vergütet werden.
Solarstromanlagen erleben derzeit einen Boom
- nicht ohne Grund. Denn durch das EEG ist der Einsatz einer Solarstromanlage nicht nur nachhaltig, sondern auch finanziell äußerst attraktiv.
Eine Dachfläche, der notwendige Stromanschluss ist bei jedem Gebäude schon vorhanden. Die Solarmodule werden meist mit besonderen Halterungen über die Dachhaut montiert.
Neigung und Ausrichtung des Daches haben Einfluss auf den Energieertrag. Dieser Einfluss wird oft überschätzt. Selbst eine nach Osten oder Westen ausgerichtete Solaranlage mit einer Dachneigung von 30 Grad bringt immer noch 80% des maximalen Ertrages bei optimaler Ausrichtung nach Süden. Je weiter eine Fläche von der Südausrichtung abweicht umso günstiger ist ein flacher Anstellwinkel. Noch wichtiger ist es, Schattenwurf auf die Solarmodule auszuschließen. Wenn Bäume, Antennenmasten, Stromleitungen, Dacherker den Modulen das Licht wegnehmen, führt das oft zu schweren Einbußen.
Der wirtschaftliche Nutzen einer Solaranlage hängt entscheidend von der ausgewählten Technik und seinen Komponenten ab. Welcher Installateur führt die Arbeiten aus? Nimmt man ein teureres leistungsstarkes Modul? Diese und viele weiteren Fragen bestimmen die Rentabilität einer Solaranlage. Unsere erfahrenen Berater kommen gerne zu Ihnen.
Jede netzgekoppelte Solaranlage besteht aus drei Teilen: 
Das ist abhängig von der installierten Spitzenleistung und somit von der verfügbaren Fläche des Solarmoduls. Bei Modulen mit kristallinen Solarzellen erzeugen jeweils acht bis 10 Quadratmeter Fläche etwa ein Kilowatt Spitzenleistung. Die beste Ausrichtung haben südwärts geneigte Dächer mit einem Winkel von 30 Grad. Unter dieser Voraussetzung erzeugen Solargeneratoren in Süddeutschland rund 900 Kilowattstunden pro Kilowatt installierter Leistung, während in Norddeutschland rund 800 Kilowattstunden pro Kilowatt installierter Leistung zu rechnen ist. Diese Werte sind langfristige Mittelwerte, die in einzelnen Jahren um fünf bis 10 Prozent höher oder niedriger sein können. Zur Information gibt es SOLARKARTEN. Neben der verfügbaren Fläche ist die Investitionssumme ein weiteres Kriterium. Da sich die Solarstromanlage aus der Einspeisevergütung weitestgehend selbst finanziert und die Anlage selbst als Sicherheit für das Darlehen herangezogen heran gezogen wird, ist heute weder das notwendige Eigenkapital noch die Absicherung der Fremdfinanzierung ein Problem.
In den meisten Bundesländern ist ein Bauantrag nicht notwendig, jedenfalls dann nicht, wenn die Solaranlage auf dem Dach montiert wird. Jede Kommune kann in diesem Bereich eigene Regel aufstellen. Man sollte auf jeden Fall formlos anfragen, wenn es sich um denkmalgeschützte Gebäude im bebauungssensiblen Umfeld handelt, denn Photovoltaik ist eine ungewöhnlich langlebige Technik.
Äußere Einwirkungen wie eindringende Feuchtigkeit und Schäden durch Sturm, Blitzeinschlag, extremen Hagel oder Vandalismus können der Solaranlage etwas anhaben. Weil man diese Schäden nicht vollständig ausschließen kann, sollte jede Solarstromanlage versichert werden. Dazu gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten: Die Solarstrom-anlage wird in die bestehende Gebäude- und Haftpflichtversicherung integriert, was meistens nur wenige Euro zusätzlich kostet. Nachteil ist, dass die Solarstromanlage nur gegen die im Vertrag genannten Risiken versichert ist und nur der Zeitwert der Anlage ersetzt wird. Als Alternative wird eine „Vollkaskoversicherung“ für Solarstromanlagen in Form einer so genannten “Allgefahrenversicherung“ von spezialisierten Versichern. Vandalismus, Diebstahl, Bedienungsfehler sind ebenso versicherbar wie eine Entschädigung für Ertragsausfälle, wenn die Anlage nicht läuft. Gerade bei größeren und fremdfinanzierten Anlagen kann dies sinnvoll sein.